Neu-Anspacher Skatclub 78

Eingetragen im Deutschen Skatverband e.V.

 

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Aus dem Leben eines Skatspielers
 

Ein Kartenspieler, der gewonnen
fast jedes Spiel, das er begonnen,
der freut sich, dass er intelligent
und seine Partner gut gekennt.
Kein Zweifel trübt die Überzeugung,
dass Skat nur deshalb seine Neigung,
weil bei ihm Klugheit sich gepaart
mit Denkvermögen jeder Art.
Zufrieden lehnt er sich zurück:
vor Selbstbewusstsein glänzt sein Blick,
denn nicht nur an des Geldes Schein
will er nach diesem Spiel sich freuen,
weil, was allein im Leben sticht
ist, weiß er, seines Geistes Licht!

Wie anders fühlt sich doch am Schluss
der Spieler, der bezahlen muss!
Nicht der Betrag, der ihm nun fehlt
ist's, was ihn wirklich so bedrückt,
was in der Seele bohrt und zweckt
ist, was im Spiel sich grad begeben
nichts and'res ist, als sonst das Leben.

Bevor man überhaupt das Spiel
beginnen kann, hat man schon viel
zu leisten und sich zu beeilen,
die Karten mischen und verteilen;
doch leider hat man kurz zu warten,
bevor man sich die besten Karten
- wie man wohl möchte - geben kann,
hat schon, wie sonst, der nächste Mann
die Finger drin, um abzuheben;
s'war alles umsonst - grad wie im Leben.

Bei 18, 20, 2, 3, 4,
da denkt man: hoffentlich merkt man mir
nicht an, dass ich schon überreizt bin,
es sei denn, es liegt noch was G'scheit's drin.
Doch ist dem meist nicht so. Und bald
wird's einem heiß, dann wieder kalt,
und bis das Spiel man überblickt,
merkt man, dass man ganz falsch gedrückt,
statt diese Dame, die daneben
gesteckt, zu drücken - wie im Leben.

Beim nächsten Spiel sagt ihm sein Blick:
diesmal hältst Du dich mehr zurück
mit deinen Karten, diesen schlechten,
und deshalb spielt der Herr zur Rechten
das erste Mal seit ein paar Runden
und strahlt, er hat bestimmt gefunden
zwei Buben, die zu seinem passen;
hätt'st Du ihn doch nicht spielen lassen!
Und jetzt wird ihm schon wieder klar,
dass alles wie im Leben war

Ist er mal mutig, war's verkehrt
die andern haben sich gut gewehrt;
wenn er das nächste mal sich scheut
zu spielen - schon hat er's bereut.
Der Ärger schlägt ihm auf den Magen.
Er kann das alles nicht mehr vertragen,
wird krank und immer kränker dann,
dass er sich kaum noch halten kann,
und letztlich rettet ihn dann nur,
der schnelle Antritt einer Kur.